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    Jahresrückblick 2019 Teil 2: Hot Topics des Jahres

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    Vom 18. Dezember 2019

    Es war ein spannendes Krypto-Jahr und das nicht nur in Deutschland, wie in Teil 1 aufgezeigt. Heute lassen wir noch einmal die 3 weltweit am stärksten diskutierten Themen des Jahres Revue passieren!

    Platz 3: Die Spannung steigt, das nächste Halving steht vor der Tür!

    Es ist DAS Krypto-Event der nächsten Jahre: Das dritte Bitcoin Halving im Mai 2020 steht unmittelbar bevor und es vergeht kaum eine Woche ohne neue Einschätzungen und Meinungen dazu, wie der Markt wohl auf das Ereignis reagieren wird. Während die einen glauben, der Kurs müsste wie bereits bei den vergangenen 2 Halvings explodieren, glauben andere, aufgrund des immer stärker werdenden Einflusses institutioneller Investoren könnte der Markt dieses Jahr insgesamt anders, tendenziell extremer als erwartet reagieren – und das sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

    Wir erinnern uns: Bei den vergangenen Halvings stieg der Bitcoin um das 10- bis 500-fache gegenüber dem US-Dollar!

    Ohne näher auf oben genannte Einschätzungen eingehen zu wollen, beleuchten wir einfach mal die harten Fakten und was definitiv im nächsten Jahr passieren wird. Eine Einschätzung, wie sich dies letztendlich tatsächlich auf den Kurs auswirken könnte, überlassen wir jedem selbst.

    Fakt ist: Im Frühsommer 2020 (schätzungsweise am 24. Mai) wird sich die Blockbelohnung und damit die neuen Bitcoin, die Miner für das Schürfen eines neuen Blocks erhalten, erneut halbieren und zwar von 12,5 BTC auf 6,25 BTC pro Block.

    Gemäß Stock-to-Flow-Modell würde demnach ab Mai nächsten Jahres die Umlaufmenge an neu geschaffenen Bitcoins um bis zu 63 Millionen US-Dollar pro Woche reduziert werden.

    Zum Vergleich: Die Halbierungen in den Jahren 2012 und 2016 nahmen nur jeweils 302.400 und 8,19 Millionen US-Dollar pro Woche aus dem Umlauf.

    Vor dem Hintergrund, dass sich der Bitcoin Preis ausschließlich aus Angebot und Nachfrage ergibt, sei jedem selbst überlassen, die Auswirkungen dieser anstehenden, dramatischen Angebotskürzung zu interpretieren.

    Platz 2: Was lange währt, wird endlich Bakkt!

    Kein anderes Projekt in der Geschichte von Bitcoin und Co wurde je so heiß herbeigesehnt wie die Kryptoplattform Bakkt, die seit der Gründung im August 2018 als absoluter Hoffnungsträger einer neuen, manchmal noch missverstandenen Branche gehandelt wird. Das Ziel: Die Entwicklung eines Ökosystems, das Kryptowährungen für jeden zugänglich macht – egal ob institutioneller Investor oder Verbraucher.

    Gegründet von der Intercontinental Exchange und der New York Stock Exchange (NYSE), sollte die Plattform zunächst mit der Einführung der ersten tatsächlich physisch gedeckten Bitcoin Futures starten. Hierbei hatte Bakkt v.a. zu Beginn mit der Schwierigkeit zu kämpfen, tatsächlich so innovativ zu sein, dass das Projekt mit allem je da gewesenen nur schwer zu vergleichen war.

    So musste seit dem ersten geplanten Starttermin im November 2018 der Launch der Futures mehrmals verschoben werden, um schlussendlich nicht nur allen regulatorischen Anforderungen, sondern auch in der Praxis allen speziellen Wünschen und Bedürfnissen institutioneller Investoren gerecht zu werden.

    Und auch der Start im September 2019 verlief anders, als von vielen erwartet: Teile der Krypto Community erwarteten Kursexplosionen apokalyptischen Ausmaßes, obwohl institutionelle Investoren nicht dafür bekannt sind, sich auf derart neuartige Produkte sofort zu stürzen. Während einige Hochschul-Stiftungen und Pensionsfonds das innovative Produkt tatsächlich umgehend testeten, warteten die „Großen“ trotz großem Interesse vorerst ab, um das Geschehen zunächst aus sicherer Distanz zu beobachten.

    Dass Bakkt diesen „Test“ erfolgreich bestanden zu haben scheint, zeigt die aktuelle Entwicklung der Handelsvolumina der Futures: Seit der Einführung bricht dieses fast täglich neue Rekorde und verzeichnet mit 42,5 Mio. USD vor wenigen Tagen erneut ein All Time High und Anfang Dezember gelang es Bakkt sogar vor allen anderen Marktteilnehmern die ersten Bitcoin Optionsscheine einzuführen.

    Neben der Einführung und Weiterentwicklung regulierter Krypto-Finanzprodukte hat Bakkt ein weiteres wesentliches Ziel: Bitcoin und Co „salonfähig“ machen - alltagstauglich sowie für jedermann zugänglich und verständlich. Schon zu Beginn stimmen besonders die starken Partnerschaften der Plattform optimistisch, was diese hohen Ziele anbelangt. Bereits seit der Gründung sind u.a. mit Microsoft und Starbucks 2 Adaptions-Garanten mit an Bord, die v.a. in den kommenden Monaten eine entscheidende Rolle spielen dürften:

    Nachdem die Themen Bitcoin Futures und -Optionsscheine bereits erfolgreich gestartet sind, zielt das nächste große Projekt nicht auf institutionelle Investoren ab, sondern die tägliche Anwendbarkeit und Nutzung von Bitcoin und Co im Sinne eines massentauglichen Bitcoin-Ökosystems.

    In diesem Sinne ist in naher Zukunft die Einführung einer „Consumer App“ geplant, die es dem Einzelhandel ermöglicht so einfach wie möglich Kryptowährungen zu akzeptieren und auch dem Verbraucher alle Vorteile von Kryptotransaktionen bietet, ohne sich über die genaue Anwendung und die Technik im Hintergrund Gedanken machen zu müssen.

    Ein möglicher Ansatz wäre beispielsweise eine Zahlung in US-Dollar, die während dem Bezahlprozess in Bitcoin und anschließend (wenn gewünscht) wieder in Dollar umgewandelt wird. Auf diese Weise könnten alle Vorteile des Bitcoin-Netzwerks genutzt werden ohne mögliche Kursschwankungen zu riskieren.

    So betont Mike Blandina, Chief Product Officer von Bakkt, „dass Kryptowährungen erfolgreich sein werden, wenn Kunden nicht über die zugrunde liegende Technologie nachdenken müssen.“

    Die App, die genau das leisten soll, wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2020 zunächst bei Starbucks an den Start gehen und in enger Zusammenarbeit mit der Kaffeehauskette getestet und weiterentwickelt.

    Platz 1: Einer gegen alle - alle gegen Libra!

    Die Aufregung war groß, als Mark Zuckerberg im Mai die Facebook eigene Kryptowährung „Libra“ ankündigte. Geplant ist ein Stable Coin, dessen Wert an einen gemischten Fiat-Währungskorb gebunden ist, was dem Facebook Coin eine relative Stabilität, jedoch auch direkte Abhängigkeit von der Geldpolitik der entsprechenden Zentralbanken verleiht. Neben diesem gravierenden Unterschied, gibt es noch weitere Punkte, bei denen Libra völlig andere Wege als Bitcoin einschlägt: Mit nur rund 100 geplanten Knotenpunkten, die allesamt in der Hand der Libra Partner liegen, kann man bei Libra weder von einem freien, noch dezentralen Coin sprechen.

    Während Experten diese fehlende Dezentralität und die damit möglicherweise auch einhergehende mangelnde Sicherheit kritisieren, kann sich die Liste prominenter Partner durchaus sehen lassen:

    Zu den 28 Gründungsmitgliedern der Libra Association gehören neben Facebook unter anderem auch PayPal, Visa, MasterCard, eBay, Spotify, Vodafone, Uber, Coinbase und viele mehr.

    Kräftig durchgeschüttelt und neu gemischt wurde die Libra Association jedoch bereits wenige Monate nach der Gründung, aufgrund folgender Problematik: Ein Stable Coin Projekt, zentral gesteuert von einer Plattform mit Facebooks Größe, könnte ernsthafte Auswirkungen auf die US- und Weltpolitik haben. Das Ausmaß dieser Auswirkungen zu untersuchen, wurde schließlich zum Ziel gleich mehrerer Tagungen des US-Kongresses.

    Bei einer dieser Tagungen im Oktober sollte schließlich Klarheit über nötige regulatorische Maßnahmen geschaffen oder sogar über ein mögliches Verbot des Projekts diskutiert werden.

    Nachdem jedoch der eingeladene Marc Zuckerberg eine eher schlechte Figur machte und einige US-amerikanische Gesetzgeber aktuell fordern „verwaletet StableCoins wie Libra“ als Wertpapier einzustufen, kommen in der Libra Association selbst erste Zweifel auf.

    Besonders schmerzhaft für Facebook: Wenige Tage nach dieser Tagung treten die großen Payment Spezialisten PayPal, Visa, MasterCard und eBay aus der Libra Association aus und werfen die Frage auf, ob Zuckerberg als Alleinkämpfer das Projekt dennoch stemmen kann.

    Besonders hart klingen die Worte von Seiten PayPals nach dem Bruch mit Facebook: So erklärt CEO Dan Schulman, das Projekt habe sich als schwieriger erwiesen als zuvor angenommen und dass man sich lieber auf die eigenen Pläne konzentrieren möchte, um „die finanzielle Integration“ voranzutreiben, statt diese Ressourcen für Libra einzusetzen. Wie diese „finanzielle Integration“ genau aussehen könnte, bleibt zwar abzuwarten, jedoch verrät Schulman im gleichen Atemzug eine interessante Gemeinsamkeit mit anderen Tech-Giganten wie Elon Musk und Jack Dorsey:

    PayPal CEO Schulman bekannte sich dazu, Bitcoin Maximalist zu sein und folglich neben dem Coin Nummer 1 keinerlei Altcoins zu halten.

    Während für Zuckerberg und Co die aktuelle Libra Debatte und die Tagungen des US-Kongresses eher ernüchternd ausfielen, freuten sich Bitcoin Fans v.a. über die Worte von Meltem Demirors, ihres Zeichens MIT- und Oxford-Dozentin und ausgewiesene Krypto-Expertin, die vor dem US-Kongress den Unterschied zwischen Bitcoin und Altcoins erklären sollte, die von der Community nicht selten auch als „Shitcoins“ bezeichnet werden.

    In diesem Sinne betonte Sie, dass Bitcoin die einzige wirklich freie und dezentrale Währung ist und daher nicht aufzuhalten sei. Darüber hinaus sorgte besonders folgendes Zitat weltweit für Aufsehen und ließ das Herz jedes Bitcoin Freundes 3 Takte höher schlagen:

    „Ich denke, die Idee hier ist, dass Bitcoin eine lange Vorgeschichte hat. Das Netzwerk ist seit 10 Jahren in Betrieb und wurde getestet. Die Menschen haben versucht, die Kontrolle über den Bitcoin-Quellcode zu übernehmen und ihn in bestimmte Richtungen zu lenken […] und dieses Protokoll […] hat den Test bestanden.

    Es ist robust und es hat den Vorteil, dass es seine ersten fünf Jahre in seiner Entstehungsphase damit verbracht hat, in diesem Umfeld der Innovation zu agieren und nicht viel Aufmerksamkeit auf die Regulierung zu lenken.

    Alle diese Merkmale sind anders als viele der Coins, die die Community umgangssprachlich Shitcoins nennt.“

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